
Der Eselsweg erstreckt sich über eine Gesamtlänge von 111 km und führt auf einem langezogenen Bergrücken in einer Höhe von 400 bis 500 Metern nie direkt durch Dörfer oder Täler.
Trotz der immensen Länge ist er perfekt mit einem schwarzen "E" auf weißem Grund ausgeschildert. Dieses Zeichen wird uns auf dem Eselsweg ständig ins Auge springen. Der Eselsweg ist wohl der bekannteste Wegverlauf im Spessart. Die Wegbeschaffenheit des Eselsweges kommt wohl eher trailorientierten Fahrern zu Gute. Wunderschön läßt er sich im Herbst abfahren, wenn die Bäume ihre Blätter langsam fallen lassen. Nicht umsonst bieten sogar Reiseveranstalter Wanderungen und sogar Mountainbiketouren auf ihm an.
Nach der bekannten Abfahrt vom Hotel Klingerhof (1) fahren wir Richtung Norden, hierbei überqueren wir die Autobahn A3 nach Sailauf. Im hinteren Teil des Ortes (2) fahren wir auf dem in der Karte verzeichneten Waldweg hinauf zur Steigkoppe. Die Weg bis zur Steigkoppe ist sehr gut befahrbar. Die Anstiege zwischendurch sind teilweise steil und bedürfen schon einiger Kondition, um sie rasch zu erklimmen (3). Nach der Steigkoppe geht es in einem stetigen hoch und runter über den Eselsweg Richtung Süd-Ost weiter.
Die Befahrbarkeit des Eselsweges ist sehr unterschiedlich. Vom einfachen Waldboden bis hin zum gut eingefahrenen Schotterbelag kann man alles antreffen. Diese unterschiedlichen Beläge sind es auch, die zusätzlich einiges an Kraft kosten.
Einige Male müssen wir die Straße
nach Heigenbrücken queren.
Kurz vor Punkt (4) erreichen wir die Sieben Wege. Ab dem Punkt (5) fahren
wir 1,5 km auf einem wunderschönen Singletrail. Wenig später führt uns ein
geschwungener Waldweg nach Waldschaff hinab. Hier befahren wir
die Hauptstraße
bis an das Ortsende und treffen letztendlich kurz darauf auf den bekannten
Fahrradweg. Über
einen kleinen Umweg, der uns den anfänglich sehr steilen Klingerhofanstieg
(25%) erleichtert, erreichen wir unseren Ausgangspunkt.
Diese Tour beginnt wieder am Hotel Klingerhof und führt uns über einen ca. 15 Km langen Abschnitt des alten "Eselsweges" über Waldaschaff wieder zurück zu unserem Ausgangspunkt.
Namensgebend für den Eselsweg waren die Lastesel, die damals das kostbare Salz von Fulda und Orb kommend über die Kämme des Spessarts nach Miltenberg schleppten, wo es dann auf Schiffe verladen und den Main aufwärts weiter transportiert wurde. Diesen mühsamen Weg wählte man, da hohe Zölle den Wasserweg über Kinzig und Main extrem verteuerten und der Handel mit dem Salz unrentabel machten.

Waypoints