Viel Zeit zum gemächlichen Einfahren bleibt kaum, da bereits nach knapp einem Kilometer die ersten Anhöhen auf der Hauptstraße nach Dörrmorsbach Richtung Pfaffenberg (Funkturm) genommen werden müssen. Kurz darauf geht es in Dörmorsbach steil in den Wald hinauf.

Direkt an der hohen Warte fahren wir rechts ab Richtung Volkersbrunn, queren später die Hauptstraße und fahren Richtung Eichelsbach weiter. Von Eichelsbach führen uns geteerte Bewirtschaftungswege rasant nach Eschau hinab. Von hier oben hat man auch den vollen Hangrücken von Miltenberg kommend im Blick.

In Eschau fahren wir ein kurzes Stück auf der Hauptstraße entlang, um auf die gegenüberliegende Hangseite zu gelangen. Hier beginnt auch der lange Anstieg zur Geißhöhe. Im weiteren Verlauf des Anstieges wird der ursprünglich natürliche Waldboden den wir befahren zunehmend etwas steiniger, läßt sich allerdings immer noch schön hochfahren - kein Schotter!

Nach ca. 1/3 des Anstiegs müssen wir über ein Wildgatter steigen. Eine extra breite Holzleiter wurde hierzu angebracht. Mit einem großem Warnschild "Betreten auf eigene Gefahr" sollen Wanderer abgehalten werden. In diesem Waldabschnitt werden Wildschweine gefüttert. Übrigens, gibts es fast überall im tieferen Spessart noch Wildschweinbestände, die nicht unbedingt in einem eingezäunten Gebiet leben. Aber auch hier gilt, Wildschweine sind in der Regel nicht Menschenscheu und flüchten nicht sondern trotten ihrem Weg dahin. Bei Sichtung sollte man sich ruhig und zurückhaltend verhalten und die Tiere ziehen lassen und sich ihnen nicht nähern. So - aber nun weiter...

Kurz nach dem Erreichen der Kuppe verlassen wir den eingezäunten Bereich wieder über ein kleines Gatter und fahren auf einem schmalen Trail direkt zum Ludwig-Keller-Aussichts-Turm. Das Gatter kann man übrigens leicht übersehen - es ist nach der Kuppe und etwas zurückversetzt. - einfach Karte beachten. Ein Aufstieg auf den Turm lohnt sich schon alleine wegen der grandiosen Aussicht. Etwas weiter unten befindet sich der Gasthof Geißhöhe, wo es sich auch draußen klasse ruhen läßt.

Für die Abfahrt von der Geißhöhe nutzen wir die lange Singletrailabfahrt. Den vollständigen Weg würde ich allerdings nicht als Singletrail bezeichnen. Aber einige Abschnitte fahren sich recht schick. Wer es lieber flotter haben will, oder bei schlechter Witterung, kann einen Teil der Ortsverbindungsstraße bis etwa bis zur Hälfte nutzen. Danach geht es auf einer schönen Serpentinenstrecke den Hang hinunter. Ein kurzes Stück noch die Hauptstraße Richtung Hobbach entlang, erreichen wir den Einstiegspunkt zum Heimathenhof. Der eigentliche Anstieg zum Heimathenhof ist ein tiefeingeschnittener Osthang, der auch im Sommer immer deutlich kühler ist. Er ist durchweg leicht geschottert aber fest eingefahren - weiter oben wird er etwas anspruchsvoller.

Der Heimathenhof zählt in der Region zu den besten Lokalitäten und dementsprechend ist hier an Wochenenden auch viel los. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall.

Der letzte Wegabschnitt führt uns zurück nach Volkersbrunn. Hier treffen wir auf unseren Hinweg nach Eschau. Allerdings geht es jetzt erst bergauf und über den Singletrail direkt zur Hohen Warte.

Über den Pfaffenberg gelangen wir zu unserem Ausgangspunkt zurück.

Die Tour zur Geißhöhe bietet schöne Anstiege, schöne Trails, rasante Downhills und beste Fernsichten bis in den Odenwald, Taunus und natürlich dem Spessart. Außerdem befahren wir einen der längsten Anstiege im Spessart mit 340 Hm. Wer möchte, kann von der Geißhöhe die Singletrailabfahrt nutzen. Alternativ hierzu gibt es noch eine lange Abfahrt über einen Teil der Bergstraße. Dazu gesellen sich noch schöne Lokalitäten - was will man mehr! Start und Ziel ist der Haibacher Hundeplatz. Die ersten und letzten 10 Kilometer der Tour sind identisch. So können wir die schönen Waldtrails über die Hohe Warte nutzen.

G e i ß h ö h e

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