Karlshöhe und das Hafenlohrtal


Gott sei Dank konnte sich die grandiose Idee der bayerischen Regierung, das Hafenlohrtal zu einem großen Trinkwasserspeicher umzufunktionieren, auf Grund des heftigen Widerstandes der Bevölkerung nicht durchsetzen. So bleibt uns das Hafenlohrtal, sicher eines der idyllischsten und schönsten Spessarttäler, als ideales Revier für Mountain-/Crossbiker und Rennradler erhalten.


RennradlerCharakteristik

Kilometer insgesamt: 30 km
Höhenmeter:  400 hm
Kondition: Gering
Technik: einfach
Geeignet für: Mountainbike/Crossrad

Einfache Wege und ein moderater Anstieg.

Wegbeschaffenheit: ca. 45% ruhige Straßen, 45 % geschotterte Forstwege, der Rest Trails (Wanderwege. Dort bitte besonders Rücksicht auf Wanderer nehmen)

Kurzbeschreibung
Eine wunderbare Tour für Anfänger,  Wiedereinsteiger, zum einrollen oder an einem sonnigen Sommerabend nach der Arbeit.
Zunächst leicht abwärts auf Asphalt und guten Waldwegen entlang des Hafenlohrtals um dann auf die Karlshöhe anzusteigen. Zurück zum Startpunkt kehrt man immer auf der Höhe durch den „Löwensteinschen Forst“.
Hier ist auch ein kurzer aber einfacher Singletrail zu befahren. Die Route führt durch eine der schönsten Ecken des Spessart.  Gute Einkehr und Rastmöglichkeiten.

Beschreibung
Auf der A3 bis zur Abfahrt Weibersbrunn. Durch Weibersbrunn hindurch und noch ca. 2 km in Richtung Rothenbuch fahren. Im Tal (kurz nach der Abzweigung der Staatsstraße 2137) auf dem Wanderparkplatz parken.

Vom Parkplatz auf dem Waldweg geht es wieder zurück auf die Straße über die Brücke leicht talabwärts. Vorbei am sogenannten Steintor und fahren wir auf der ruhigen Straße mit leichtem Gefälle entlang der Hafenlohr. Nach der Überquerung der Hafenlohr an der Abzweigung nach Rothenbuch halten wir uns rechts und folgen weiter dem Flüsschen.  Schon nach kurzer Zeit (5,8 km) laden idyllisch gelegene Wirtshäuser zur Rast ein (Hoher Knuck und Lichtenau). In Lichtenau an der Kapelle rechts halten und weiter dem Tal folgen. Vorbei an großen Fischteichen zur Forellenaufzucht gelangen wir zu dem Spessartort Einsiedel (10,9 km). Allerdings besteht dieser Ort nur aus 4 Häusern und einer Kirche! Einige Kehren nach dem Ort bei km 13 beginnt ein 250 Hm Anstieg zur Karlshöhe (448 m).Bach

Da die Karlshöhe das ganze Jahr hindurch bewirtschaftet wird, ist der Waldweg hinauf gut befahrbar. Oben angekommen bei km 16,4 (Gasthaus ganzjährig geöffnet, 11:00-18:00 Uhr, Montag Ruhetag) kann man sich an schönen Tagen in die Sonne legen und das ein oder andere zu sich nehmen (und im Winter Schlitten fahren!). Von dem vormals königlichen Jagdrevier zeugen die angrenzenden Gebäude auf der Karlshöhe. Noch heute kann man hier kapitale Wildschweine im Rudel antreffen, denen man jedoch besser aus dem Weg gehen sollte.
Auch Wanderer sind hier oft in größeren Gruppen unterwegs. Da heißt es dann Rücksicht nehmen! Das Verhältnis von Wanderern und Radfahrern ist hier zu 100% in Ordnung und so soll es auch bleiben!!

Wir fahren am Jagdhaus ein paar Meter leicht abwärts um dann rechts abzubiegen und folgen dem Forstweg Richtung Neubau. Der weitere Verlauf der kurzen Tour führt uns auf einem lang gezogenen Höhenweg über den Waldrücken. Kurz vor Neuhaus – ein einsames Haus auf einer kleinen Lichtung, km19,9 – muß ein Wildgatter zur Weiterfahrt geöffnet werden (bitte auf jeden Fall wieder schließen). Nach einem kurzen aber steilen Anstieg wird der Weg deutlich traillastig und man findet sich mitten im Wald auf einem schmalen Pfad wieder. Kurz darauf müssen wir ein zweites Wildgatter hinter uns lassen.

Die Wege hier oben sind meist aufgrund der intensiven Waldwirtschaft geschottert. Der Belag hat sich jedoch im Laufe der Zeit fest eingefahren, so dass es auf den wenigen Geraden bergab recht schnell werden kann. An einigen Stellen gibt uns der Wald den Blick auf den höchsten Berg des Spessarts frei – der Geiersberg (585 m). Kurz vor dem Ende der Tour befahren wir noch einen schmalen ca. 300 Meter langen Singletrail. Leider wird er zeitweise auch absichtlich etwas „zerstört“, damit sich die Biker fernhalten. Der Weg ist manchmal am Eingang etwas zugewachsen. Ab und an liegen auch ein paar kleine Äste quer, die man umfahren muss. Danach gehts nur noch rasant abwärts und wir sind ruckzuck wieder am Ausgangspunkt unserer Tour am Steintor.